Die Pflege von Haut und Haaren spielt bei der Verschönerung des äußeren Erscheinungsbildes eine erhebliche Rolle. Stutzen und Rasieren von Haaren sorgt für eine schöne Haut und steigert auch die Wirkung auf das andere Geschlecht. Die Rasur folgt dabei den Schönheitsvorstellungen ihrer Zeit.
- Aber seit wann gibt es das Rasieren?
- Und wo und wie rasieren Männer sich?
Was bedeutet Rasieren eigentlich und wie geht es richtig?
Rasieren leitet sich vom Lateinischen Wort rasura her:
Dieses bedeutet Kratzen oder Schaben. Damit wird die Technik der Rasur sehr genau beschrieben. Bei ihr werden die Haare mit einem Messer, einer Klinge oder einem technischen Instrument knapp über der Haut abgeschabt.
Anders als beim Epilieren oder beim Waxing werden die Haare beim Rasieren nicht ganz entfernt. Sie werden dabei lediglich gekürzt. Auf der Oberfläche fühlt sich die Haut nach der Rasur dennoch glatt und angenehm an.
Schon seit langer Zeit nutzen die Menschen deshalb diese Technik, um ihre Haare zu stutzen. Sie ist ein fester Bestandteil bei der Pflege des äußeren Erscheinungsbildes. Bedingt durch den Bartwuchs spielt das Rasieren gerade bei Männern eine wichtige Rolle. Richtig rasieren ist dabei nicht nur eine technische Frage. Es ist auch eine kulturelle Praxis. Diese wurde über die Jahrhunderte mit raffinierten Gerätschaften, pflegenden Substanzen und feinen Duftmitteln ausgestattet.
Auf ein gutes Rasierwasser legen gerade Männer noch einen höheren Wert als auf ein teures Parfüm.
Wer hat das Rasieren
erfunden?
Das Rasieren hat eine weit längere Geschichte als dies von den meisten Menschen angenommen wird. Es gibt archäologische Fundstücke, die viele Jahrtausende vor Christus bis in die Frühzeit der Menschheit zurückreichen.
Mit Schabern aus geschliffenem Stein stutzten sich Männer offenbar bereits in prähistorischer Zeit ihre Haare. Das Rasieren der Bärte oder bestimmter Körperpartien kommt in bestimmten Epochen dann besonders in Mode.
Eine dieser Epochen ist das Alte Ägypten.
Insbesondere die Herrscher der damaligen Zeit pflegen eine möglichst umfassende Rasur des Körpers.
Spätestens im Alten Rom breitet sich die Rasur schließlich auf breite Schichten der Gesellschaft aus. Nicht nur die Elite, auch ganz normale Soldaten rasieren sich hier.
Im Wandel der Zeit geraten zwar auch Bärte wieder in Mode. Ein gut gepflegter Mann achtet jedoch gerade mit Bart auch auf eine besondere Pflege seiner Haare. Im Laufe der Zeit wird das Rasieren immer ausgeklügelter.
Es entwickelt sich eine Kultur des Rasierens.
Sie bietet Dir heute ein reichhaltiges und ansprechendes Repertoire an Möglichkeiten zur Pflege von Haut und Haaren.
Wodurch zeichnet sich die Kultur des Rasierens aus?
Seinen besonderen Stellenwert erhält das Stutzen der Haare auch durch den Zeitpunkt, zu dem die erste Rasur stattfindet:
Das Aufkommen von Bartwuchs und Schamhaaren sowie die Rasur stehen am Übergang vom Jugendalter zum Erwachsensein.
Insbesondere für Männer ist die Rasur eine Technik, mit der sie Männlichkeit verbinden.
Aber auch als Erwachsener wird die Rasur längst nicht nur aus Gründen der Nützlichkeit betrieben. Für die meisten Männer ist sie ein kleines Ritual.
Das Stutzen der Haare mit einer bestimmten Methode bietet eine Moment der Ruhe und ruhigen Selbstbesinnung im schnelllebigen Alltag. Das ist es, was Männer daran besonders schätzen. Sie pflegen die Rasur als ein kleines Ritual in ihrem Alltag.
Vom schönen Rasiermesser über besondere Elektrorasierer, ausgewähltem Rasiermesser und viel anderes Equipment gibt es dabei viele schöne Accessoires.
Jeder Mann wählt dabei die Techniken und Materialien aus, die den ganz persönlichen Bedürfnissen am besten gerecht werden.
Wie geht das Rasieren mit dem
Elektrorasierer?
Wenn Du Dich mit einem Elektrorasierer rasierst, bietet dies eine Reihe von Vorteilen:
- Zum einen kann das Risiko an kleinen Schnittwunden damit reduziert werden.
- Zweitens bietet diese Technik auch die Möglichkeit zur trockenen Rasur ohne Wasser. Gerade während Reisen ist das ein wichtiger Vorteil.
- Drittens ist bei dieser Technik vergleichsweise wenig Vorbereitung notwendig.
Wenn Du Dich auf diese Weise rasieren möchtest, gehst Du wie folgt vor:
- Wie der Name schon sagt, muss das Haar bei der Trockenrasur nicht vorher nass gemacht werden.
- Es sollte auch gar nicht nass sein. Wenn es nass wird, wird das Haar weicher. Festes Haar kann von den Geräten besser gestutzt werden.
- Beim Stutzen muss keine bestimmte Reihenfolge beachtet werden. Die Geräte glänzen hier durch eine leichte Handhabbarkeit.
- Nach der Rasur sollte ein Rasierwasser oder anderes After Shave Produkt zur Pflege auf die Haut aufgetragen werden.
- Anschließend sollte der Rasierapparat gereinigt werden.
- Beim Rasieren mit dem Elektrogerät muss sich die Haut erst einmal an die Technik gewöhnen.
- Wenn Du Dich 1-2 Wochen so rasiert hast, wird Dir das Rasieren aber sehr einfach von der Hand gehen.
Wie geht das Rasieren
mit Rasierklingen
oder einem
Rasiermesser?
Bei der Rasur mit Klingen oder einem Rasiermesser ist etwas Vorbereitung notwendig:
- In der Regel wird in diesem Fall nass rasiert.
- Zudem muss das Haar eingeschäumt werden.
Es gibt für diesen Zweck verschiedene Möglichkeiten, Du kannst entweder:
- Rasierschaum
- Rasiergel
- Rasiercreme oder
- Rasieröl
verwenden. Mit dem Produkt Deiner Wahl reibst Du die Hautpartie, deren Haar rasiert werden soll, gleichmäßig ein.
Dabei erfüllen die Produkte einen doppelten Zweck:
- Erstens wird das Haar im Schaum oder in der Seife stabilisiert. Es lässt sich dann im Gesamten leicht und gut abschaben.
- Zweitens pflegen die Produkte die Haut. Das kann sich besonders bei empfindlicher Haut als vorteilhaft erweisen.
Wenn Du Haut und Haar gut eingerieben hast, kannst Du die Haare abschaben. Mit einem scharfen Messer oder einer Klinge kannst Du eine sehr glatte Haut erreichen. Das Abschaben bietet zudem ein besonderes Körpergefühl. Wenn Du damit fertig bist:
- reinigst Du Dein Gesicht mit Wasser
- abschließend trägst Du ein After Shave oder Rasierwasser auf
Warum rasieren sich viele Sportler ihre Achseln und Beine?
Wenn man beim Sport ins Schwitzen kommt, bietet dies gleich mehrere Vorteile:
- Zum einen verstärkt sich der Kühlungseffekt auf der glatten Haut.
- Zum anderen bleibt der Schweiß in diesem Fall nicht so stark unter den Achseln kleben. Der Schweiß trocknet auf der glatten Haut dann schneller.
- Drittens erzielt die Massage vor oder nach dem Sport im Falle rasierter Beine einen wesentlich größeren Effekt.
- und natürlich trägt Rasieren der Achseln und Beine zu einem schöneren, dem aktuellen Zeitgeist entsprechenden, Schönheitsideal bei.
Diese Vorteile werden von vielen Sportlern geschätzt. Im Radsport rasieren sich die meisten Fahrer die Beine. Auch im Fußball ist diese Art der Rasur nicht unüblich. Gerade Profisportler sind darauf angewiesen, dass Sie während des Sports auf eine optimale Leistung kommen und anschließend ihren Körper gut pflegen können. Das Rasieren bietet hier eine kleine aber effektive Möglichkeit zur Steigerung der Leistung des eigenen Körpers. Zudem kann sie auch das körperliche Wohlbefinden steigern. Beides wird von den Profis geschätzt
Intimrasur beim Mann und
Intimrasur bei der Frau
Aber auch andere Teile des Körpers rasieren sich die Menschen. Der Intimbereich ist einer davon. In früheren Zeiten wurde diese Art der Rasur vor allem aus hygienischen Gründen vorgenommen.
Unter schlechten hygienischen Bedingungen kann sich beispielsweise Ungeziefer in den Schamhaaren der Menschen festsetzen. Wo diese abrasiert werden, sinkt dieses Risiko erheblich. Durch die Rasur der Haare trägt der Körper zudem weniger Körpergeruch. In der heutigen Zeit wird die Intimrasur von den meisten Menschen jedoch vor allem aus Gründen der Ästhetik gebraucht. Die Intimrasur ist heute immer beliebter.
Sie ist jedoch auch eine Generationen und eine Geschlechterfrage. Zum einen rasieren sich Frauen wesentlich häufiger im Intimbereich als Männer.
Zum anderen ist diese Rasur eine Generationenfrage. Unter der jungen Generation ist sie heute längst keine Ausnahme mehr, sondern der Regelfall. Unter den Deutschen ist das Rasieren im Intimbereich übrigens besonders beliebt.